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Katarina Millowitsch: Ihr Leben zwischen Philosophie, Familie und Theater

Admin
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Katarina Millowitsch ist die älteste Tochter des legendären Kölner Volksschauspielers Willy Millowitsch. Anders als ihr Vater und ihre bekannten Geschwister Peter und Mariele entschied sie sich für einen Berufsweg, der sie zunächst in die Wissenschaft und den Schuldienst führte. Dennoch blieb das Theater ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Sie wirkte in Fernsehproduktionen mit, beteiligte sich am Aufbau unabhängiger Bühnen und gründete schließlich ein eigenes Theater in Köln. Ihre Biografie erzählt deshalb nicht nur die Geschichte einer berühmten Schauspielerfamilie, sondern auch von einer Frau, die akademische Arbeit und ihre Leidenschaft für die Bühne miteinander verband.

Katarina Millowitsch im Steckbrief

MerkmalInformation
Vollständiger NameKatarina Eisenlohr-Millowitsch
Geburtsjahr1947
HerkunftKöln, Deutschland
VaterWilly Millowitsch
MutterGerda Millowitsch, geborene Feldhoff
GeschwisterPeter, Susanne und Mariele Millowitsch
AusbildungStudium und Promotion in Philosophie
BerufOberstudienrätin, Schauspielerin und Theatermacherin
Bekannt fürMitwirkung in Theaterproduktionen und Engagement in der Kölner Theaterszene
Eigene TheatergründungFreie Kammerspiele Köln, 1996

Wer ist Katarina Millowitsch?

Katarina Millowitsch wurde 1947 als erstes Kind von Willy und Gerda Millowitsch geboren. Sie wuchs mit ihren drei jüngeren Geschwistern in einer Familie auf, deren Geschichte eng mit dem Kölner Volkstheater verbunden ist. Ihr Vater übernahm 1940 die Leitung des Familientheaters und entwickelte sich zu einem der bekanntesten deutschen Volksschauspieler.

Portal Rheinische Geschichte Für seine Kinder gehörten Schauspieler, Proben, Aufführungen und Gastspiele zum Familienalltag.

Besonders prägend war die Verbindung zwischen Theater und Fernsehen. Am 27. Oktober 1953 wurde mit „Der Etappenhase“ eine Inszenierung des Millowitsch-Theaters live im deutschen Fernsehen übertragen. Dadurch wurde das Kölner Ensemble auch außerhalb des Rheinlands bekannt.

Während Peter später die Leitung des Familientheaters übernahm und Mariele eine erfolgreiche Fernsehkarriere begann, entwickelte Katarina andere berufliche Schwerpunkte. Ihre Schwester Susanne arbeitete als Buchhändlerin. Alle vier Geschwister blieben ihrer familiären Herkunft verbunden, obwohl sie unterschiedliche Lebenswege einschlugen.

Studium und Promotion: Katarina Millowitsch als Philosophin

Ein wesentlicher Teil von Katarina Millowitschs Ausbildung lag außerhalb der Schauspielerei. Sie studierte Philosophie und beschäftigte sich wissenschaftlich mit den ästhetischen Vorstellungen von Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer.

Ihre Dissertation trägt den Titel „Die Krise des Ästhetizismus. Die Begründung der subjektiven Ästhetik durch Kant und ihre Fortführung bei Schopenhauer“.

Die philosophische Ästhetik beschäftigt sich unter anderem damit, wie Menschen Schönheit wahrnehmen, Kunst beurteilen und ästhetische Erfahrungen verstehen. Kant und Schopenhauer entwickelten dazu unterschiedliche Ansätze, deren Zusammenhang Katarina Eisenlohr in ihrer wissenschaftlichen Arbeit untersuchte.

Auch beruflich führte ihr Weg zunächst nicht auf die Bühne, sondern in den Bildungsbereich. Sie arbeitete als Lehrerin und erreichte den Rang einer Oberstudienrätin. In einer offiziellen Ankündigung der ARD zu einem gemeinsamen Fernsehauftritt der Millowitsch-Geschwister im Dezember 2008 wurde sie ausdrücklich mit dieser Berufsbezeichnung vorgestellt.

Ihre akademische Laufbahn unterschied sie damit von denjenigen Familienmitgliedern, die hauptsächlich als Schauspieler arbeiteten.

Katarina Millowitsch als Schauspielerin

Obwohl Katarina Millowitsch ihren beruflichen Schwerpunkt im Schuldienst hatte, trat sie bereits in jungen Jahren vor die Kamera. Später übernahm sie weitere Rollen in Theaterstücken und Fernsehaufzeichnungen.

Zu ihren frühen Auftritten gehört der Fernsehfilm „Zwangseinquartierung“ aus dem Jahr 1964, in dem sie Helene Ellermann spielte. Ein Jahr später verkörperte sie Lotte Knopf in „Zwei Dickköpfe“. Im Abspann dieser Produktion wurde sie als Katharina Millowitsch geführt.

In den folgenden Jahrzehnten wirkte sie unter anderem in „Das Glücksmädel“ und „Tante Jutta aus Kalkutta“ mit.

IMDb Diese Produktionen dokumentieren ihre langjährige Verbindung zur Schauspielerei, auch wenn sie keine durchgehende Karriere als Fernsehstar verfolgte.

Ihre bekannten Fernsehproduktionen

JahrProduktionMitwirkung
1964ZwangseinquartierungHelene Ellermann
1965Zwei DickköpfeLotte Knopf
1984Das GlücksmädelSchauspielerin
1990Tante Jutta aus KalkuttaSchauspielerin

Ein besonders familiärer Anlass war „Das Glücksmädel“ aus dem Jahr 1984. An dieser Produktion wirkten neben Katarina auch ihr Vater Willy sowie ihre Geschwister Peter, Susanne und Mariele mit. Eine gemeinsame Theateraufzeichnung dieser Art dokumentiert die enge Verbindung der Familie zur Bühne.

Ihr Engagement in der unabhängigen Kölner Theaterszene

Katarina Millowitsch beschränkte ihre Theaterarbeit nicht auf das berühmte Haus ihres Vaters. Sie beteiligte sich auch an unabhängigen Bühnenprojekten und übernahm organisatorische Verantwortung.

Mitwirkung am Theater im Bauturm

Als 1983 das Theater im Bauturm an der Kölner Aachener Straße entstand, gehörte Katharina Eisenlohr, geborene Millowitsch, zu den Beteiligten des frühen Theaterbetriebs. Die Spielstätte entwickelte sich zu einem Ort für unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen, klassische Dramen und zeitgenössische Theaterstücke.

Das historische Repertoire dokumentiert ihre Mitwirkung an mehreren Inszenierungen. Dazu gehören „Gibt es Tiger am Kongo?“ und „My fair Pygmädche“ aus dem Jahr 1987, „Brave New Man“ von 1989 sowie „Nachtwache“ von 1990.

Theaterleitung und eigene Projekte

1993 übernahm Katarina Eisenlohr-Millowitsch vorübergehend die Leitung des damaligen Urania Theaters in Köln. Dieser Abschnitt ihrer Laufbahn ist auch in der Geschichte der heutigen Spielstätte Theater&Ehrenfeld festgehalten.

Drei Jahre später gründete sie die Freien Kammerspiele in Köln. Im November 1996 wurde die Eröffnung der neuen Bühne für den 7. Dezember mit Johann Wolfgang von Goethes „Stella“ angekündigt.

Neben Goethes Drama waren Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ und die Dada-Revue „Franz Müllers Drahtfrühling“ von Kurt Schwitters vorgesehen. Aus finanziellen Gründen sollte das Theater zunächst ohne festes Ensemble arbeiten.

Dieses Repertoire unterschied sich von den volkstümlichen Komödien, für die das Millowitsch-Theater weithin bekannt war. Katarina entwickelte mit den Freien Kammerspielen ein eigenes künstlerisches Konzept und brachte ihre Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen des Theaterbetriebs ein.

Die Familie Millowitsch und der Abschied vom Familientheater

Am 15. Dezember 2008 waren Katarina, Peter, Susanne und Mariele Millowitsch gemeinsam in der ARD-Talkshow „Beckmann“ zu Gast. Anlass war der bevorstehende 100. Geburtstag ihres 1999 verstorbenen Vaters.

Während der Sendung sprachen die Geschwister über ihre Kindheit, den Familienalltag und die besondere Stellung des Theaters in ihrem Leben. Katarina berichtete dabei auch über ihre akademische Ausbildung und ihre Erinnerungen an die Familie.

Im April 2018 kam die Familie erneut anlässlich eines bedeutenden Ereignisses zusammen: Das traditionsreiche Millowitsch-Theater beendete nach jahrzehntelangem Spielbetrieb seine bisherige Geschichte unter der Leitung von Peter Millowitsch. Katarina nahm zusammen mit ihren Schwestern Susanne und Mariele an der Abschiedsvorstellung teil.

Warum wird Katarina Millowitsch auch Eisenlohr genannt?

In älteren Theaterunterlagen und Medienberichten erscheint ihr Name in unterschiedlichen Formen. Neben Katarina Millowitsch finden sich Katharina Millowitsch, Katarina Eisenlohr und Katarina Eisenlohr-Millowitsch.

Diese Namensvarianten beziehen sich im Zusammenhang mit der Kölner Theaterfamilie auf dieselbe Person. Die ARD verwendete bei ihrer Sendungsankündigung 2008 beispielsweise den Namen Katarina Eisenlohr-Millowitsch, während regionale Zeitungsartikel sie als Katharina Eisenlohr, geborene Millowitsch, bezeichneten.

Bei der Beschäftigung mit ihrer Theaterarbeit sind die unterschiedlichen Schreibweisen besonders relevant, weil ältere Besetzungslisten häufig nur ihren Ehenamen enthalten.

Häufig gestellte Fragen zu Katarina Millowitsch

1. Wer sind die Eltern von Katarina Millowitsch?

Ihre Eltern sind der bekannte Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch und dessen Ehefrau Gerda Feldhoff. Katarina wurde 1947 als ältestes ihrer vier Kinder geboren.

2. Was ist Katarina Millowitsch von Beruf?

Katarina Millowitsch arbeitete als Oberstudienrätin. Sie promovierte außerdem in Philosophie und war neben ihrer Tätigkeit im Bildungswesen als Schauspielerin, Theaterleiterin und Theatergründerin aktiv.

3. Ist Katarina Millowitsch mit Mariele Millowitsch verwandt?

Ja. Katarina ist die ältere Schwester der Schauspielerin Mariele Millowitsch. Ihre beiden weiteren Geschwister sind Peter und Susanne Millowitsch.

4. In welchen Fernsehproduktionen war Katarina Millowitsch zu sehen?

Zu ihren dokumentierten Fernsehauftritten gehören „Zwangseinquartierung“ (1964), „Zwei Dickköpfe“ (1965), „Das Glücksmädel“ (1984) und „Tante Jutta aus Kalkutta“ (1990).

5. Hat Katarina Millowitsch ein eigenes Theater gegründet?

Ja. Sie gründete 1996 die Freien Kammerspiele in Köln. Das geplante Repertoire umfasste literarische Stücke, darunter Werke von Goethe, Tschechow und Kurt Schwitters.

6. Wie alt ist Katarina Millowitsch?

Katarina Millowitsch wurde 1947 geboren. Im Jahr 2026 wird sie somit 79 Jahre alt beziehungsweise ist bereits 79, abhängig von ihrem genauen Geburtstag.

Fazit

Katarina Millowitsch verbindet die Geschichte einer traditionsreichen Kölner Theaterfamilie mit einem eigenständigen akademischen und beruflichen Lebensweg. Als promovierte Philosophin und Oberstudienrätin setzte sie andere Schwerpunkte als ihr Vater und ihre schauspielerisch tätigen Geschwister. Gleichzeitig blieb sie durch ihre Fernsehauftritte, ihre Mitwirkung am Theater im Bauturm und die Gründung der Freien Kammerspiele eng mit der Theaterwelt verbunden. Ihr Lebensweg ist damit auch ein Teil der Geschichte der unabhängigen Kölner Theaterszene.

siehe auch : Lisa Füllkrug: Was über Niclas Füllkrugs Frau bekannt ist

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